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Naturgedichte
herbstbeginn
noch nährt wärme den glauben an das fortbestehen
doch im lichte schon nistet ein sich die veränderung
schatten wachsende der dunkelheiten brüder als vorboten ihrer langen herrschaft
und ein kleiner käfer an einem halme er eilt und weilt da er um alle wahrheit weiß ...
(2004)
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Herbst
Süßer Duft der Fäulnis feuchtwarmer Erd entsteigend
Zauberwelt, stille sie lichtet sich da tiefer Schein sie matt durchbricht
In allem liegt ein Weichen in allem ein letzter eigener Glanz
Flügel über leeren Feldern kreisend tragen andere die Sehnsucht fern
Und meine Seele einholend diesen Duft und Glanz und dieses Weichen
spannt voller Sehnen die Flügel, die ihren und schwärmt dem eignen Zauberlande zu
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Oktoberleuchten
Noch hängt der Sommer an silbernen Fäden
die im Winde sanft sich wiegen
Und`s Leben hofft an hellen Tagen solch späten
daß sein Traum ja doch noch wird siegen
(2000)
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Wolkenreiter
Traumverlorener Blick im Himmelsblau ertrunken zarter Schwingen sanftes Streichen über`m Blütenmeer Um mich herum die Welt in Frieden und versunken aufzieht eine helle Wolke aus der Ferne her
Duftend warm des Sommers Lüfte stehen stille fast meine Träume hingegen ungestüm sie fliehen Und während der Leib ist hingestreckt in süßer Rast wünscht sich mein Geist er könnte mit der Wolke ziehen
Himmelan würde ich schweben im gleißenden Licht zög stille über die dämmernden Landschaften fort Was auf Erden mich bewegte es rührte mich nicht - ja gar glaubte ich fast nie sei ich gewesen dort !
(aus "Und Morgen fang ich an zu leben", R.G.Fischer Verlag, 1990)
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Sehnsucht im Herbst
Natur sie steht da beraubt ihrer Farben und ist eingerichtet auf ein langes Darben Totes Laub sich häufend unter jedem Baum lichthelle Tage doch sie reifen nur noch kaum
Denk oft an Dich Du Blätter- und Blütenmeer auch an den Abschied von Dir der mir fiel so schwer Deinen Zauber den trag ich tief im Herzen vielfach mehrt er mir des Sehnens stille Schmerzen
Doch dann wenn`s erste zarte Grün wieder sprießt und in den klaren Bächen das Schmelzwasser fließt erwacht erneut zu meiner Freud das Leben wär`s nur schon so weit was wollt ich dafür geben ?
(aus "Bis hierhin und ... weiter !", Massfeller-Eigen-Verlag,1998)
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Oktoberstille
Ein Hauch von Abschied legt sich auf meine Welt
Gefühle eingewoben in den Morgennebel auf dem der Herbst Einzug hält
und dennoch spürt meine Seele daß die Sonne es noch einmal schafft
ihn aufzulösen mit all der ihr verbliebenen Kraft
(2000)
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